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PflegeFeigenbaum

Feigenbaum

Der Feigenbaum ist ein Wärmeverehrer, der gerne in der Sonne steht und reiche Ernten bringt, wenn du ihn gut pflegst. Mit etwas Aufmerksamkeit für Wasser, Düngung und Schnitt hast du jahrelang Freude an deinem Baum und seinen süßen Früchten.

Standort

Gib deinem Feigenbaum so viel direktes Sonnenlicht wie möglich. Er braucht mindestens sechs Stunden Sonne pro Tag, um gut zu wachsen und viele Feigen zu tragen. Ein Platz an einer warmen, südgerichteten Mauer ist ideal.

Schütze deinen Baum vor starkem Wind, der die Äste beschädigen und das Wachstum bremsen kann. In sehr kalten Regionen mit langen, strengen Wintern verwendest du besser einen Topf, damit du den Baum nach innen bringen kannst.

Bewässerung

Gib deinem Feigenbaum während der Wachstumszeit regelmäßig Wasser, besonders in trockenen Perioden. Kontrolliere, ob die Erde einige Zentimeter unter der Oberfläche trocken ist. Wenn das der Fall ist, gießt du. In einem Topf brauchst du etwas häufiger zu gießen als im Boden.

Sorge dafür, dass überschüssiges Wasser immer über die Drainagelöcher aus dem Topf ablaufen kann. Staunässe führt zu Wurzelfäule. Im Winter gießt du viel weniger, nur gerade genug, um die Erde nicht völlig austrocknen zu lassen.

Düngung

Während der Wachstumsperiode von April bis August gibst du alle zwei Wochen Dünger. Wähle einen Dünger mit etwas extra Kalium, da dieser die Fruchtbildung fördert. Ein organischer Dünger eignet sich gut und wirkt sanft.

Im Herbst und Winter stellst du das Düngen ein. Dein Baum braucht dann weniger Energie und ruht sich aus.

Schneiden

Schneide deinen Feigenbaum im frühen Frühjahr, bevor er aus seiner Winterruhe erwacht. Entferne tote oder beschädigte Äste und lichtedie Krone in der Mitte etwas aus, damit Licht und Luft eindringen können.

Bei einem Baum im Freiland kannst du kräftiger schneiden und ihn in Form halten. Bei einer Topfpflanze kannst du ihn etwas kompakter halten. Vermeide Schnittarbeiten im Herbst, denn das kann den Baum vor dem Winter schwächen.

Winterschutz und Überwinterung

Stelle den Baum erst nach draußen, wenn die Nachtfröste vorbei sind. In Nordeuropa ist das normalerweise im Mai. Bringe ihn wieder nach drinnen, sobald nachts Frost droht.

Frost während der Wachstumszeit kann junge Triebe und Knospen beschädigen. Einen Baum im Boden kannst du zusätzlich schützen, indem du den Stamm bis zwanzig Zentimeter Höhe mit Jute oder Ästen umwickelst. Eine Topfpflanze stellst du gegen eine geschützte Mauer oder bringst sie in einen kühlen, hellen Raum, zum Beispiel ans Fenster.

Der Baum liebt eine kalte Ruhezeit. Eine Überwinterung bei fünf bis zehn Grad Celsius ist ideal. Dies fördert die Blüten- und Fruchtbildung in der nächsten Saison.

Feigen ernten

Feigen sind essbar und reif, wenn sie sich weich anfühlen und dunkler werden. Einige Sorten bekommen eine etwas runzelige Haut, wenn sie wirklich reif sind. Ernte sie vorsichtig mit einem kleinen Schnitt, damit du den Baum nicht beschädigst.

Im ersten Jahr nach dem Kauf bekommst du meist noch keine Feigen. Es dauert zwei bis drei Jahre, bis der Baum alt genug ist. Geduld wird mit reichen Ernten im Sommer belohnt.

Umtopfen oder ins Freiland

Ein Feigenbaum in einem geräumigen Blumentopf ist flexibel: du kannst ihn nach drinnen bringen, wenn es friert. Verwende gut drainierende mediterrane Pflanzerde und sorge dafür, dass der Topf große Drainagelöcher hat. Verpflanze ihn alle zwei bis drei Jahre in einen etwas größeren Topf, am besten im frühen Frühling.

In einem nordeuropäischen Klima wächst er besser im Topf als im Freiland, weil du ihn dann leicht schützen kannst und weil die warme Erde im Topf besser für seine Wurzeln ist. Nur an sehr warmen, geschützten Standorten kann er draußen überwintern.

Krankheiten und Schädlinge

Der Feigenbaum wird selten ernsthaft krank. Wurzelfäule ist das größte Risiko, und das passiert durch zu viel Wasser oder schlechte Drainage. Kontrolliere daher regelmäßig, ob die Erde nicht nass ist.

In einem Gewächshaus oder warmen Zimmer können Spinnmilben und Blattläuse manchmal Probleme verursachen. Besprühe die Pflanze dann gelegentlich gründlich mit Wasser und sorge für eine gute Belüftung. Ein natürliches Insektizid kann helfen. Draußen im Wind bekommst du meist keine Probleme mit Schädlingen.