Trachycarpus Fortunei
Die Trachycarpus Fortunei ist eine winterharte Palme, die im Freien in Nordeuropa wächst. Mit guter Pflege und Schutz vor strenger Kälte wächst sie über Jahre hinweg und bildet ein schönes Blätterdach.
Standort
Die Trachycarpus Fortunei liebt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Je mehr Sonne, desto kräftiger wächst er. Achte darauf, dass der Platz nicht zu windig ist, denn seine Blätter können beschädigt werden.
Im ersten Jahr nach Lieferung wächst er am besten an einem geschützten Platz, wo er nicht direkt extremen Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Danach gewöhnt er sich an die Bedingungen am Platz, den du für ihn gewählt hast.
Bewässerung
Gieße deinen Baum regelmäßig, besonders in der Wachstumszeit von Mai bis September. Die Erde darf nicht austrocknen, sollte aber auch nicht nass bleiben. Fühlt sich die Erde trocken an, ist es Zeit zu gießen.
Im Herbst und Winter gießt du weniger. Steht er im Topf, sorgst du dafür, dass überschüssiges Wasser immer über die Drainagelöcher ablaufen kann. Im Winter gießt du nur noch so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet.
Düngung
In der Wachstumszeit (Mai bis September) kannst du deine Palme alle zwei Wochen düngen. Verwende einen Dünger, der speziell für Palmen hergestellt ist, oder einen Universaldünger mit etwas zusätzlichem Magnesium. Befolge die angegebene Menge auf der Verpackung.
Im Herbst und Winter düngst du nicht. Die Palme wächst dann nicht und benötigt es nicht.
Winterschutz und Überwinterung
Die Trachycarpus Fortunei ist winterhart bis etwa minus fünfzehn Grad. Trotzdem verträgt sie nordeuropäische Winter besser mit etwas Schutz. Stelle den Baum nicht ins Freie, bevor die Nachtfröste vorüber sind.
Sobald es Ende Oktober kälter wird, wickelst du den Stamm und den unteren Teil in Stroh oder Jute. Das schützt vor extremer Kälte und trockenen Winden. Du kannst auch ein Holzgestell um den Baum stellen und dieses mit Isolationsmaterial ausfüllen. Lass die Blattenkrone oben herausschauen.
Sorge dafür, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann, denn nasse Füße und Frost zusammen richten an der Wurzelballen großen Schaden an. In Gegenden mit strengem Winterfrost ist es sicherer, den Baum in einen großen Topf zu halten, damit du ihn im Notfall schützen kannst.
Gelbe oder braune Blätter
Einzelne gelbe oder braune Blätter sind normal und kein Grund zur Besorgnis. Der Baum wirft regelmäßig ältere Blätter ab, um Platz für neues Blattwerk zu schaffen. Das ist besonders während der Wachstumszeit völlig normal.
Viele gelbe oder braune Blätter gleichzeitig deuten meist auf zu viel oder zu wenig Wasser hin, oder auf einen plötzlichen Temperaturwechsel. Kontrolliere, ob die Erde nicht zu nass oder zu trocken ist, und sorge für einen stabilen Platz ohne Zugluft.
Alte Blätter entfernen
Du kannst abgestorbene oder ernsthaft beschädigte Blätter entfernen, sobald du sie siehst. Das gibt dem Baum ein ordentlicheres Aussehen und hilft, Krankheiten vorzubeugen. Schneide sie dicht am Stamm mit einem scharfen Messer oder einer Säge ab.
Gesunde gelbe Blätter musst du nicht entfernen. Der Baum nutzt die Nährstoffe darin noch, bevor er sie abwirft. Wenn du viele Blätter auf einmal entfernst, schadest du der Wuchskraft deines Baums.
Umtopfen oder ins Freiland
Ein junger Baum im Topf kann alle zwei bis drei Jahre in einen etwas größeren Topf umziehen. Das machst du im Frühjahr, kurz bevor die Wachstumszeit beginnt. Verwende mediterrane Pflanzerde oder Palmenerde.
Sobald der Baum groß und stabil genug ist (meist nach drei bis fünf Jahren), kannst du ihn ins Freiland pflanzen. Das ist in Nordeuropa möglich, solange du ihn in einem strengen Winter schützt. Pflanze ihn an einem Platz mit guter Drainage. Sorge dafür, dass überschüssiges Regenwasser nicht um die Wurzeln herum stehen bleibt.
Krankheiten und Schädlinge
Die Trachycarpus Fortunei ist ziemlich robust und wird nicht leicht krank. In einem trockenen, warmen Zimmer können sich jedoch Spinnmilben ansiedeln. Du erkennst das an feinen Spinnweben auf den Blättern und kleinen gelben Flecken. Besprühe den Baum regelmäßig mit Wasser, um das zu vermeiden.
Auch Schildläuse können sich auf den Blättern einnisten. Du kannst sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch abwischen. Sorge für gute Luftzirkulation und vermeide zu trockene Luft, damit Schädlinge weniger Chancen haben.